Your browser does not support CSS. If images appear below, please disregard them.
Ihr Fachgeschäft für Wohn-und Tischkultur!

Eine Kindheitserinnerung Ralf Ramershovens hat nur nebensächlich mit Porzellan zu tun. Der Sohn von Rudolf und Maria Ramershoven, die vor 50 Jahren das Traditionsunternehmen Frick übernommen hatten, tobte gerne mit Holzwolle. »Die lag hier überall herum, weil man mit ihr das Porzellan schützte.« Hinter dem Haus habe es einen Verschlag voller Holzwolle gegeben. »Dort habe ich den ganzen Tag gespielt«, sagt er. Seine Augen leuchten dabei. Am 1. Oktober 1958 übernahm das Ehepaar Ramershoven die Geschicke im Porzellan- Glas- und Besteck-Fachgeschäft, das seit 1878 an der Kaiserstraße existiert. »Meine Eltern hatten ein sehr gutes Verhältnis zu den kinderlosen Fricks«, sagt Ramershoven. Als sich diese aus dem Geschäft zurückzogen, kauften seine Eltern den Laden. Ralf Ramershoven wurde 1961 geboren. »Ich bin ein alter Friedberger Bub«, sagt er. Der Geschäftsmann ist seinen Eltern dankbar. »Als Selbstständige in einer Umbruchs- und Aufbauzeit haben sie das Unternehmen weiter entwickelt und es zu dem gemacht, was es heute ist«, meint er. Als sein Vater 1977 starb, war Ralf Ramershoven 16. »Das Abitur stand vor der Tür und ich wusste noch nicht, wohin meine berufliche Reise gehen wird.« Er hatte zwar schon früher seiner Mutter im Geschäft geholfen, sah seine Zukunft aber eher im »kaufmännische Bereich«. Deshalb entschied sich Ramershoven für eine Banklehre: »Alles rund um Zahlen interessiert mich bis heute.« Nach der Ausbildung wurde er bei der Bank übernommen. 1987 in Firma eingetreten Doch dann kam für ihn ein großer Einschnitt: die Bundeswehr. »Ich hatte gehofft, sie vergessen mich, aber dem war nicht so.« Während des 15-monatigen Wehrdienstes »hatte ich viel Zeit nachzudenken«. Beruflich sei es eine verlorene Zeit gewesen, da »ich unterfordert war«. Hier manifestierte sich sein Entschluss, das Familienunternehmen weiterzuführen. Zweieinhalb Jahre volontierte er nach seinem Wehrdienst bei zahlreichen Fachgeschäften im Land. 1987 trat er in die Firma ein. Zehn Jahre später übernahm der Geschäftsmann alleine den Laden, seine Mutter zog sich langsam zurück. Seit 1989 ist Ralf Ramershoven Vorsitzender des Friedberger Einzelhandels. In seinem Geschäft arbeiten neben ihm und seiner Frau Shirley sechs Angestellte. Wenn Ramershoven von seiner Mutter spricht, glänzen seine Augen. »Was sie auf die Beine gestellt hat, ist sehr bemerkenswert«, sagt er. »Sie war von 1977 bis 1987 eine der wenigen Unternehmerinnen in unserer Branche gewesen, die alleine geschäftsführend tätig war.« Von ihr habe er viele Tugenden vorgelebt bekommen: »Fleiß, Einsatz, Ausdauer.« Sie und sein Vater seien seine Vorbilder. Tugenden wie Fleiß seien nötig, um ein Facheinzelhandelsgeschäft auf dem Markt zu behaupten, glaubt er. »Wir müssen uns von großen Einzelhandelsketten absetzen.« Dass dies möglich sei, merke er am Verbraucherverhalten: »Alles muss billig sein, die Qualität kommt an zweiter Stelle – das gilt nicht mehr.« In der Individualität liege die Chance für den Facheinzelhandel: »Beratung, Ambiente, persönliche Ansprache«, zählt er auf. »Totale Identifikation« Sein Ziel für die nahe Zukunft sei, das Unternehmen durch »das schwierige Fahrwasser der Wirtschaftskrise« zu führen. »Die Auswirkungen wird der Einzelhandel wohl erst in einem halben oder in einem Jahr richtig zu spüren bekommen«, glaubt er. »Aber wir werden durchkommen.« Ramershoven ist mit Haut und Haaren Einzelhändler – »ansonsten wären an manchen Tagen zwölf Stunden Arbeit nicht zu leisten.« Wichtig sei eine »totale Identifikation« und vor allem Spaß. Wo er Ruhe findet? »Bei meiner Familie«, sagt er, ohne zu überlegen. Shirley Ramershoven und er haben drei Töchter. »Wir sind ein starker Verbund, und das stützt mich. 

""

 

News

Tauschwochen
Tausche...
mehr...